Ägyptischer Langohrigel(Hemiechinus auritus aegyticus)

STECKBRIEF

Ägyptischer Langohrigel (Hemiechinus)

Der Langohrigel bekam seinen Namen aufgrund seiner großen Ohren, dazu kommt noch sein heimatliches Habitat (hauptsächlich Ägypten und angrenzende Steppengebiete). Es ist die einzige Igelart mit solch ausgeprägten langen Ohren welche zur Hitzeregulierung und zum Orten der potenziellen Beute dienen. Das Stachelkleid ist Braun gebändert die Spitzen sind meisst cremefarben.

Diese Igel sind 15-24 cm langen und bis zu 350 gr. schwer .Sie sind Insektenfresser, die gelegentlich auch Früchte nicht verschmähen. Doch dabei muss man darauf achten, dass die Tiere keinen Durchfall bekommen. Die Grundnahrung der Igel in Menschenobhut ist hochwertiges Katzentrockenfutter (Josera)und Insekten wie: Heuschrecken, Schaben, Grillen, Zophobas, Mehlwürmer,usw.... auch Regenwürmer, Schnecken und Babymäuse stehen auf dem Speiseplan.Gelegentlich fressen Sie auch liebendgerne mal ein gekochtes Ei mit Schale .

Langohrigel findet man in Steppen und Wüstengebieten Afrikas und trockenen Teilen Südeuropas. Sie sind territoriale Einzelgänger und ziehen sich tagsüber in bis zu 0,5m tiefe Baue zurück, welche sie zum Teil auch selbst graben. Nachts durchstreifen sie ihr Revier zur Futtersuche und Paarung.

Haltung

Die Größe sollte, wie schon erwähnt, mind. 1,2m x 0,6m betragen.
Hier gilt: Je größer umso besser. Das Material spielt für das Tier selbst keine Rolle, es eignet sich Glas genau so wie Holz (OSB), nur sollte man die Vor und Nachteile kennen. Glasterrarien lassen sich einfach reinigen halten die Wärme aber schlecht, was heisst, dass ein Mehraufwand beim Beheizen von Nöten ist. Ausserdem sind sie sehr hell was für dämmerungsaktive Tiere nicht unbedingt sinnvoll ist. Die Tiere können schneller sich gestört fühlen da sie durch alle Seiten blicken können. Ein Abkleben der Seiten und Rückseite ist sinnvoll.
Holzterrarien sind, wenn man die aufwendigen Nebenarbeiten außer Acht lässt, die bessere Alternative. Sie speichern die Wärme (Stromkostensenkung), sie bieten Sichtschutz an 5 von 6 Seiten und sind schnell und leicht anpassbar. Auch kann man sie ohne großen Werkzeugaufwand und mit wenig Mühe selbst bauen. Der Nachteil man muss sie am Boden versiegeln. Umgebaute Aquarien sind definitiv nicht tauglich zur Haltung von Langohren! Hasenkäfige o.ä. sollten generell nicht in Betracht gezogen werden!Für ein Terrarium in Standardgröße reicht ein Strahler mit 50Watt aus.Im Terrarium sollte die Temperatur nie unter 23°C fallen!

Die Langohrigel sind Nachtaktiv und brauchen viel Bewegung. In der Natur legen sie bis zu 6 km pro Nacht zurück. Daher sollte die Unterbringung mindesten 2 m mal 1 m gross sein. Ideal wäre noch ein grosses Laufrad ( Ø 30 cm mit Jutelaufband ). Die Tiere können auch in der Wohnung Freilauf herhalten, sofern diese Kleintiersicher ist.
Weiter darf im Gehege ein Unterschlupf nicht fehlen, so wie ein Futter und ein Wassernapf.
Als Bodensubstrat eigenen sich Hobelspäne und Sand. Jedoch darf kein Heu verwendet werden! Die Igel könnten sich darin mit den Beinen verfangen und sich die Gliedmassen abschnüren!

Achtung :

Die Igel sehen zwar süss aus, aber sie können auch heftig zubeissen! Das ist bisher zum Glück noch nie passiert ! Man sollte sich mit den Tieren ausgibig beschäftigen, dann werden Sie auch handzahm . Wenn man sich nicht groß um sie bemüht, dann sind und bleiben sie scheue Tiere.

 

Langohrigel sind von Natur aus Einzelgänger.

 

Futter

Grundsätzlich sind die Langohrigel was die Nahrung angeht sehr flexibel. In ihren Habitaten wurden sie beobachten wie sie allen organischen „Müll" des Menschen verzehren. Sie gehören lt. Artbeschreibung aber zu den Insektenfressern. Wobei man anmerken muss, dass sie wirklich alles fressen besonders dann, wenn es ihnen auch noch schmeckt. Hier muss der Halter darauf achten das keine falsche Nahrung in Reichweite des Tieres gelangt!

Katzentrockenfutter, zur dauerhaften Bereitstellung von Nahrung

Katzennaßfutter, als Leckerei oder zur Eingabe von Medikamenten

Insekten, fast aller Art. Schaben, Zophobas, Heuschrecken usw.

Gemüse, bis auf Kohlgemüse jegliche Sorten, beliebt sind Karotten, Salat, usw.

Obst, als Leckerei in Maßen ist völlig in Ordnung

Was ist definitiv falsch und darf nicht gereicht werden:
Jegliche Milchprodukte (Lactose!!!)
selbst gefangene Insekten vor der Haustür
Kohlprodukte / Kohlgemüse (Blähgefahr!!!)

www.behr-reptilien.de/www.nagerwelt-vogtland.de